Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: April 2026 · Gabriel Greulich Entwicklung

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") der Gabriel Greulich Entwicklung, Obernstraße 39, 33602 Bielefeld (nachfolgend „Anbieter"), gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „StudioFlow" (nachfolgend „Plattform").

Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB – d. h. natürliche oder juristische Personen sowie rechtsfähige Personengesellschaften, die die Plattform im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit nutzen (z. B. Tätowierer, Tattoo-Studios).

Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

Gegenstand des Vertrages ist die entgeltliche Bereitstellung der cloudbasierten Studio-Management-Software „StudioFlow" als Software-as-a-Service über das Internet. Zu Beginn kann die Plattform im Rahmen einer kostenlosen Testphase (§ 4) unentgeltlich genutzt werden. Der Anbieter schuldet keine Installation von Software beim Kunden.

Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung auf mystudioflow.io. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Plattform laufend weiterzuentwickeln, zu ändern und zu ergänzen, soweit dies dem Kunden zumutbar ist.

§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

Der Vertrag kommt durch Registrierung auf der Plattform (app.mystudioflow.io) zustande. Mit Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein verbindliches Vertragsangebot ab; der Vertrag entsteht mit Freischaltung des Nutzerkontos durch den Anbieter.

Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Änderungen sind unverzüglich im Konto zu aktualisieren. Eine Registrierung durch Minderjährige ist nicht gestattet.

§ 4 Kostenlose Testphase

Der Anbieter stellt die Plattform zu Beginn im Rahmen einer kostenlosen Testphase von 14 Tagen unentgeltlich zur Verfügung. Innerhalb dieser Testphase kann der Kunde den vollen Funktionsumfang unverbindlich und ohne Angabe von Zahlungsdaten nutzen.

Nach Ablauf der Testphase wird die Nutzung kostenpflichtig, sofern der Kunde einen kostenpflichtigen Plan gemäß § 7 wählt. Es besteht keine Verpflichtung zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements; ohne aktive Auswahl eines Plans entsteht keine Zahlungspflicht.

§ 5 Verfügbarkeit

Der Anbieter strebt eine jährliche Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Monatsmittel an. Ausgenommen sind geplante Wartungsfenster sowie Ausfälle, die außerhalb der Einflusssphäre des Anbieters liegen (z. B. Infrastruktur-Dritter, höhere Gewalt).

Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8–20 Uhr MEZ) durchgeführt und vorab kommuniziert.

§ 6 Nutzungsrechte

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Plattform über das Internet im Rahmen dieser AGB zu nutzen.

Das Nutzungsrecht ist auf den vertragsgemäßen Einsatz im eigenen Unternehmen des Kunden beschränkt. Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder Nutzung durch Dritte – insbesondere ein Weiterverkauf als eigenes Produkt (Reselling) – ist nicht gestattet.

Alle Rechte an der Plattform, ihrer Software, ihren Inhalten und Marken verbleiben beim Anbieter.

§ 7 Preise, Zahlung und Fälligkeit

(1) Nach Ablauf der kostenlosen Testphase (§ 4) ist die Nutzung der Plattform kostenpflichtig, sofern der Kunde einen kostenpflichtigen Plan wählt. Die jeweils aktuellen Preise sind auf mystudioflow.io veröffentlicht.

(2) Preise: Solo 49,00 €/Monat; Studio 149,00 €/Monat. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

(3) Optional buchbares Zusatzmodul „Rechnungen & Belege": 19,00 €/Monat zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

(4) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Alle Zahlungen werden über den Zahlungsdienstleister Stripe verarbeitet. Akzeptierte Zahlungsmethoden sind Kreditkarte, SEPA-Lastschrift sowie Apple Pay und Google Pay. Banküberweisung wird nicht angeboten.

(5) Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde der Preisänderung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gilt die Änderung als genehmigt. Auf diese Wirkung wird der Anbieter in der Mitteilung gesondert hinweisen. Bei Widerspruch ist der Anbieter berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung zu beenden.

§ 8 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Das Vertragsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden. Die Kündigung ist in Textform (E-Mail an support@mystudioflow.io genügt) zu erklären.

(2) Nach wirksamer Kündigung bleibt der Zugang des Kunden bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums aktiv. Eine anteilige Rückerstattung bereits entrichteter Beträge erfolgt nicht.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund auf Seiten des Anbieters liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen wesentliche Pflichten aus diesen AGB verstößt und den Verstoß nach schriftlicher Abmahnung nicht innerhalb von 14 Tagen abstellt.

(4) Nach Beendigung des Vertrages kann der Kunde seine Daten innerhalb von 30 Tagen exportieren. Danach werden die Daten des Kunden gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 9 Pflichten des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet,

  • die Plattform ausschließlich für rechtmäßige Zwecke und gemäß diesen AGB zu nutzen,
  • Zugangsdaten sicher aufzubewahren und nicht an Dritte weiterzugeben,
  • den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Zugangsdaten in unbefugte Hände geraten sind,
  • keine Daten in die Plattform einzupflegen, die Rechte Dritter verletzen oder rechtswidrig sind,
  • die in den Nutzungsbedingungen festgelegten Verhaltensregeln einzuhalten,
  • sicherzustellen, dass er zur Verarbeitung der in die Plattform eingegebenen personenbezogenen Daten Dritter (z. B. Kundendaten) berechtigt ist.

Der Kunde ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die über sein Konto stattfinden. Schäden, die dem Anbieter durch eine Verletzung dieser Pflichten entstehen, sind vom Kunden zu ersetzen.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß der Datenschutzerklärung.

Sofern der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten Dritter (insbesondere Kundendaten seines Studios) verarbeitet, handelt der Anbieter insoweit als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Auf Verlangen des Kunden schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung selbst verantwortlich.

§ 11 Gewährleistung

Der Anbieter stellt die Plattform in dem Zustand zur Verfügung, in dem sie sich zum Zeitpunkt der Bereitstellung befindet. Eine Beschaffenheitsgarantie wird nicht übernommen, sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart.

Mängel sind dem Anbieter unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Kenntnisnahme, in Textform zu melden. Der Anbieter wird erkannte Mängel innerhalb angemessener Frist beheben.

Während der kostenlosen Testphase (§ 4) wird die Plattform ohne Gewährleistung „as is" bereitgestellt.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.

(2) Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), d. h. einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste, soweit keine grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt.

(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz sowie für arglistig verschwiegene Mängel.

(5) Während der kostenlosen Testphase (§ 4) ist die Haftung des Anbieters – soweit gesetzlich zulässig – auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Der Anbieter empfiehlt, jederzeit eigene Sicherungskopien wichtiger Daten vorzuhalten.

§ 13 Änderungen der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mitgeteilt, spätestens 30 Tage vor Inkrafttreten der Änderungen.

Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf diese Wirkung wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen. Bei Widerspruch ist jede Seite berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung ordentlich zu kündigen.

§ 14 Streitbeilegung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr

Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

§ 15 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist, soweit gesetzlich zulässig, Bielefeld. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

§ 16 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt.